Expeditionsbericht Baruntse 2001

Nepal

Kathmandu

Anmarsch Mera Peak

Mera Peak

Anmarsch Basislager Baruntse

Besteigung Baruntse

Rückweg über Amphu Laptsa

Everest Trek zum Kalapatar

Rückweg nach Kathmandu

Abschluß in Kathmandu

Fazit

Nepal

Nepal gehört heute mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 180 Dollar im Jahr immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Erde. Nepals Fläche dehnt sich über 141000 Quadratkilometer aus und erstreckt sich über eine Länge von etwa 900 km mit Höhenunterschieden zwischen 200m und weit über 8000m. Nepal ist dreimal so groß wie die Schweiz und liegt fast doppelt so hoch. Das Land ist in drei große Lebensräume gegliedert. Im Süden das Tiefland des Terai an der indischen Grenze, das etwa ein Fünftel der Fläche ausmacht. Das mittlere Bergland (bis ca. 4500 m) mit 60 Prozent Anteil an der Grundfläche. Schließlich die raue, abweisende Hochgebirgsregion im Norden.

In Nepal befinden sich die höchsten Pässe der Erde. Mehr als ein Viertel der Landesfläche liegt jenseits der 3000-Meter Grenze. Auf nepalesischen Gebiet stehen acht der insgesamt vierzehn Achttausender, der Mount Everest, der Kangchenzönga, der Lohtse, der Makalu, der Cho Oyu, der Manaslu, die Annapurna und der Dhaulagiri. Diese Fakten mögen die Besonderheit Nepals verdeutlichen, aber sie drücken in keinster Weise den Reiz des Landes aus. Der liegt vielmehr im Zusammenwirken der Leute und der Landschaft, in der Kultur und dem friedlichen Miteinander der Hindus, Buddhisten und Muslimen und im einsamen Gebirge.

Kathmandu

Unsere Gruppe sollte am Freitag dem 28. September von Frankfurt aus über Kuwait und Dehli (langer Aufenthalt und Umsteigen) nach Kathmandu fliegen. Am Mittwoch rufe ich noch einmal im Reisebüro an und frage ohne große Hoffnung nach einem besseren Flug. Tatsächlich ergibt sich dann noch eine bessere Verbindung mit der Transavia von München über Amsterdam direkt nach Kathmandu. Allerdings einen Tag früher, nur für drei Personen und mit einem Freigepäck von 20 kg. Also habe ich sofort den Michael und den Siggi angerufen und denen die neue Sachlage klargemacht. Nach einigem hin und her, vor allem wegen dem Gepäck, beschließen wir den Flug umzubuchen. Nun geht natürlich die Hektik los. So schnell wie möglich packen und letzte Vorbereitungen treffen. Am Flughafen beim Transavia-Schalter interessiert sich dann niemand mehr für die Gepäckbegrenzung. Jeder von uns gibt locker 50 kg auf. Alles noch mal gut gegangen, denn pro kg Übergepäck hätte es 70.- DM gekostet. Das wäre richtig teuer geworden.

Nach einem ruhigen Flug mit super Aussicht auf den Himalaya landen wir dann fast pünktlich in Kathmandu. Michael und ich haben noch kein Visa und müssen etwa 2,5 Std. anstehen. Aber auch dieser Krug geht an uns vorüber und Siggi erwartet uns schon mit unserer Begleitperson von dem Trekkingunternehmen. Kaum sind wir aus dem Flughafengebäude raus, werden wir von den neuen Eindrücken erschlagen. Linksverkehr, sehr geschäftiges, fast schon hektisches Treiben und Hupen von allen Seiten. Die Fahrt zum Hotel gestaltet sich dann auch schon zu einem kleinen Abenteuer. Alles ist auf den Straßen unterwegs. Fußgänger, Rinder mit Vorfahrt, Rischkas, Tuk Tuks (dreirädrige Motorfahrzeuge), Fahrräder und natürlich alle Arten von Autos. 

Das nun alles wild durcheinander. Aber irgendwie geht es immer weiter. Das Hotel ist ok und wir werden zuerst einmal zu einem kleinen Imbiß eingeladen. Nachdem wir die Zimmer bezogen haben, stürzen wir uns in den Trubel in Kathmandu. Es gibt fast alles zu kaufen, auch Ausrüstung für die Expedition. Allerdings werden zum großen Teil minderwertige Imitationen angeboten. Geschäfte mit hochwertigen Ausrüstungsgegenständen muß man suchen. Am Abend geht es zum Essen. Ich bin vorsichtig und esse nur gut gekochte Dinge, also kein Salat, Eis o.ä..

Samstag 29.09: Heute gehen wir nach Pashupatinath, der Stelle wo die Leichen aufgebahrt und verbrannt werden. Der Ort liegt direkt am Fluß und ist umgeben von hinduistischen und buddistichen Tempeln. Zu meinem Erstaunen kann ich die Verbrennungszermonie aus kurzer Entfernung mitverfolgen. Ein mysthischer Ort, an dem ich noch mehr Zeit nur mit Zuschauen hätte verbringen können. 

                                    

Wir sind dann aber quer durch Kathmandu bis nach Boudhanath gelaufen. Schon alleine der Weg durch die ärmeren Viertel waren schon ein Erlebnis. In Boudhanath empfing uns dann der größte Stupa in Nepal. Zu dieser heiligen Stätte kommen die Nepalesen aus dem ganzen Land um zu beten. Dazu wird links um die Stupa herum gelaufen und immer wieder die zahllosen Gebetstrommeln angedreht. Auch wir haben uns angeschlossen und für gutes Gelingen unserer Expedition gebetet.

Am Abend sind dann die restlichen Expeditionsmitglieder angekommen und es gibt ein großes Hallo. Nun ist das Team komplett und die letzten Vorbereitungen können getroffen werden.       

Sonntag 30.09: Am nächsten Tag werden wir von Elisabeth Hawley interviewed. Die Dame registriert alle Besteigungen über 7000m seit 1962 in Nepal. Sie nimmt die Daten der Expeditionsteilnehmer und der geplanten Expeditionsroute auf. Anschließend geht es zu unserem Trekkingunternehmen um die Ausrüstung zu prüfen und alles für unseren Aufbruch am Montag klar zu machen. Es gibt dann noch ein paar Unstimmigkeiten, was alles im Preis innbegriffen ist und was nicht, aber die können dann ziemlich rasch aus dem Weg geräumt werden. Am Nachmittag geht es dann noch mal ins Getümmel von Kathmandu. Wir schlendern durch Thamel und sind fasziniert von den Tempeln am Durbar Square. Am Abend ist dann umpacken der Ausrüstung angesagt. Ich komme auf zwei Säcke und zwei Rucksäcke.

 Anmarsch Mera Peak

Montag 1.10: Heute ist früh aufstehen angesagt. 4:45 Uhr Wecken, Duschen und um 5:15 Uhr Frühstücken. Um 5:40 Uhr werden wir zur Fahrt an den Flughafen abgeholt. Wir sollen mit einer der ersten Maschinen nach Lukhla fliegen. Das Wetter in Kathmandu ist wie immer gut, aber in Richtung der Berge hängen viele Wolken. Auf dem Flughafen kann ich sogar einige Berge sehen. Wir starten dann recht zügig mit der Twin Otter. Der Flug ist ruhig, aber die Wolken werden immer dunkler. Die Landung in Lukhla ist recht abenteuerlich, denn die Rollbahn ist doch etwas kurz geraten. Der Flugplatz ist umzingelt von Leuten, die dem Starten und Landen zuschauen. Wir werden dann von unserem Climbing Sherpa in Empfang genommen. Auf einmal sind wir umgeben von lauter Einheimischen, die uns unser Gepäck abnehmen. Wir haben überhaupt keinen Überblick mehr, was wohin kommt. Aber, es wird schon alles wieder zusammen irgendwo ankommen. Unser Team versammelt sich dann in einer Lodge. Die Träger stellen sich das Gepäck das sie persönlich tragen wollen zusammen und da komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Was die sich so alles aufladen, ist der helle Wahnsinn. Draußen hat es inzwischen zu regnen angefangen. Wir hoffen auf eine kurze Schauer, aber die Wolken sind schon recht dicht. Trotz des Regens brechen wir dann auf. Die Träger laufen z.T. mit Badeschlappen oder sogar barfuß ohne Schuhe. Dabei gehen sie dann in einem unglaublichen Tempo den Berg rauf und machen zwischendrin immer wieder kurze Pausen. Der Regen wird dann immer heftiger. Aus diesem Grund beschließen wir am Abend die Nacht in einer Lodge zu verbringen. Das Küchenteam baut ruck zuck alles auf und fängt an zu kochen. Das Essen ist dann einfach hervorragend, wie dann auch während der gesamten Zeit. Heute liege ich zum ersten Mal in meinem neuen Schlafsack, der noch zu meinem besten Freund werden sollte.

Etappe: Lukhla - Chutok    Gehzeit: 3 Std.    Hm: 480    Schlafhöhe: 2750 m

Dienstag, 2.10: Am nächsten Tag ist um 6:00 Uhr Wecken mit Tee ans Bett. In der Nacht war es mir oft zu warm, da der Schlafsack für diese Temperaturen überdimensioniert ist. Das Frühstück ist reichhaltig mit Müsli, Marmelade, Honig und Eier. Das Wetter sieht heute auch ein wenig besser aus, es regnet nicht und ich kann ein paar schneebedeckte Berge sehen. Nach dem Frühstück marschieren wir los. Bald fängt es wieder zu regnen an. Leider kann ich deshalb nichts von der Landschaft sehen. Am Abend übernachten wir wegen des Regens wieder in einer Lodge. Zu später Stunde ist ein großer Teil unserer Träger immer noch nicht angekommen. Wir machen uns etwas Sorgen, denn heute war eine einfache Etappe. Wenn die Träger da schon nicht nachkommen, wie soll das dann bei den zu erwartenden schwierigen Etappen werden? Mit unserem Climbing Sherpa beschließen wir, daß die Träger morgen deutlich vor uns starten sollen.

Etappe: Chutok - Khari La - Bupsa nach Pangkongma    Gehzeit: 6,5 Std. Hm: hoch 1000, runter 900    Schlafhöhe: 2900 m

Mittwoch 3.10: Wecken um 5:50 Uhr, wie üblich mit Tee. Wir packen als erstes unser Zeug zusammen, damit die Träger heute früher starten können. Das Wetter sieht mal wieder nicht gut aus. Wir gehen am Vormittag über den Paß Pangkongma La (3173 m) nach Shibuche auf relativ gutem Weg und zeitweise ohne Regen. Nach dem Mittagessen geht der Regen aber wieder los. Der weitere Weg wird dann zur reinsten Schlammschlacht. Da heute keine Lodge mehr vorhanden ist, müssen wir die Zelte im Regen und Matsch aufbauen. Die komplette Ausrüstung ist inzwischen völlig durchnässt. Wir hoffen auf besseres Wetter.

Etappe: Pangkongma - Shibuche    Gehzeit: 3,5 Std. Hm: rauf 500, runter 900    Schlafhöhe: 2855 m

Donnerstag 4.10: Das Wetter schaut morgens ein wenig besser aus. Wir nehmen heute ein Lunchpaket mit, denn es gibt keine Möglichkeit zum Kochen unterwegs. Kaum sind wir unterwegs, fängt es auch schon wieder an zu Regnen. Und wir laufen und laufen und laufen, und es regnet und regnet und regnet. Wir haben zwei Jungs aus unserer Begleitmannschaft bei uns, die immer auf uns warten. So sind wir der Meinung, daß die wissen wo unser Lagerplatz ist. Als wir dann aber die 1000 hm hinter uns gelassen haben und dann bei 1600 hm sind, wisen wir daß das nicht stimmen kann. Wir sind wohl, ohne es zu merken, an unserem geplanten Lager vorbei gegangen. Unser Plan ist jetzt weiter zu gehen und das nächste Lager anzusteuern. Irgendwann holt uns dann unser Koch (Seila) ein. Nach Absprache mit ihm wird uns klar, daß wir das nächste Lager nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit erreichen können. Aber Seila kennt eine Hütte in der Nähe, die wir dann völlig durchnäßt und ziemlich erschöpft auch erreichen. Die Hütte ist zwar recht einfach, aber wir haben zumindest ein Dach über dem Kopf. Allerdings fehlt uns jegliche Ausrüstung, kein Schlafsack und keine Klamotten zum wechseln. Seila geht dann noch mal die Strecke bis zum eigentlichen Lager zurück und holt unsere Schlafsäcke. Völlig erschöpft kommt er dann spät in er Nacht wieder. Zu allem Unglück hat er alle Schlafsäcke bis auf meinen dabei, den hat er mit einem anderen Beutel verwechselt. So verbrachte ich die kalte Nacht etwas ungemütlich in meinem Biwacksack. Unser Verbindungsoffizier ist bei dieser Etappe ebenfalls abhanden gekommen. Er muß den Abzweig zur Hütte wohl übersehen haben??

Etappe: Shibuche - Hütte    Gehzeit: 8,5 Std. Hm: rauf 2000, runter 650    Schlafhöhe: 3800 m

Freitag 5.10: Es ist kein Fehler, daß die Nacht vorbei ist. Draußen regnet es in Strömen, aber wir müssen trotzdem weiter. Also rein in die noch immer nassen und klammen Klamotten. Der Bach vor der Hütte, den wir gestern noch ohne Probleme überqueren konnten, ist nun zu einem reißenden Fluß angewachsen. Bei der schwierigen Überquerung bleiben meine Schuhe nicht ohne Wasserkontakt, aber das macht nichts, denn die sind eh noch naß vom Vortag. Wir gehen dann weiter bis zu einer Flußüberquerung. Der Fluß ist aber so stark angewachsen, daß ein Durchkommen unmöglich ist. Wir müssen abbrechen und gehen zurück zur Hütte. Da die Leute der dt. Amical-Gruppe auch nicht weiter können, gehen die auch zur Hütte. Da wird es nun etwas enger als am Vortag. Die Stimmung ist so langsam nicht mehr so gut. Verschieden Möglichkeiten werden diskutiert, abbrechen und zurück gehen, einen anderen Weg nehmen oder einfach besseres Wetter abwarten. Im Laufe des Tages läßt dan der Regen doch etwas nach und es kommt wieder Hoffnung auf. Wir beschließen den nächsten Tag abzuwarten und unser Sherpa will mit dem Funkgerät am nächsten Morgen die Lage am Fluß prüfen. Ich jedenfalls habe heute Nacht meinen Schlafsack wieder und bin glücklich.

Etappe: Hütte - Fluß - Hütte    Gehzeit: 4 Std. Hm: rauf 650, runter 650    Schlafhöhe: 3800 m

Samstag 6.10: Ich stehe kurz vor 6:00 Uhr auf und schaue raus. Strahlend blauer Himmel erwartet mich. Zum ersten Mal kann ich was von der Landschaft sehen. Ich nehme Funkkontakt mit unserem Sherpa auf und der signalisiert uns, daß der Fluß passierbar ist. Wir packen dann unser Zeug und los geht es. Heute sieht die Welt auf einmal ganz anders aus. Zum ersten Mal kann ich die Berge richtig sehen und bin beeindruckt. Wir überqueren dann den Fluß an der Stelle vom Vortag mühelos. Es ist kaum zu glauben, aber über Nacht ist das Wasser stark zurück gegangen. Unsere Mittagspause nehmen wir an einem sonnigen Plätzchen am Fluß ein, Gelegenheit die Ausrüstung und sich selber zu trocknen. Vom Rastplatz aus kann ich schon die ersten Ausläufer des Mera Peak sehen. Allerdings ziehen so langsam schon wieder Wolken auf. Es wird doch nicht wieder anfangen zu regnen? Aber nein, ab jetzt hatten wir die ganze restliche Zeit nur noch gutes Wetter. Unser Lagerplatz ist heute wunderschön und "trocken" auf 4000 m gelegen. Da noch genügend Zeit ist und ich voller Tatendrang bin, gehe ich noch auf den gegenüberliegenden Berg, dessen Gipfel mit einem Steinmann markiert ist. Ich komme dann relativ gut voran und erreiche den Gipfel auf 4500 m. Ab 4300 m muß ich durch den ersten Schnee gehen, der in den letzten Tagen gefallen ist. Kaum wieder im Lager angelangt, geht auch schon die Sonne weg und es wird empfindlich kalt auf dieser Höhe. Reiner fühlt sich nicht gut und geht recht früh zum Schlafen. Hoffen wir, daß es ihm morgen wieder besser geht.

Etappe: Trek bis Gondishung    Gehzeit: 4 + 2 Std.    Hm: rauf  900 + 500, runter 630    Schlafhöhe: 4000 m

Sonntag 7.10: Reiner geht es heute leider nicht besser, sondern eher schlechter. Wir planen deshalb erst mal bis nach Tangnag zu gehen und da den Zustand noch mal zu prüfen. Leider wird es bei ihm immer schlechter und er beschließt in Tangnag in einer Lodge zu bleiben und wenn es ihm wieder besser geht nach zu kommen. Bei der Rast in Tangnag können wir den Abgang eines riesigen Seracs beobachten, der das ganze Tal ist mit einer Staublawine bedeckt. Wir gehen dann weiter und bauen unser Camp auf einer Höhe von 4715 m auf. Hier müssen wir die Zelte zum ersten Mal im Schnee aufstellen. Wenn ich aus dem Zelt schaue, sehe ich direkt auf den Gipfel des Mera Peak, der uns schon eine Weile begleitet hat. Michael und ich machen noch einen kleinen Ausflug etwas höher hinauf und sehen unser Etappenziel für morgen. Auf dem Weg treffen wir drei Franzosen, die auf den Mera Peak wollten und auf einer Höhe von 6000 m wegen zu viel Schnee wieder umdrehen mußten. Keine guten Aussichten für uns. Beim Anblick des weiteren Weges haben uns heute vier Träger verlassen. Das macht uns mal wieder ziemliche Sorgen.

Etappe: Trek bis Digkarka    Gehzeit: 4 Std.    Hm: rauf 700 + 100, runter 100    Schlafhöhe: 4715 m

Montag 8.10: Heute steht nur eine kurze Etappe bis Khare auf dem Programm und wir lassen es deshalb gemütlich angehen. In Khare angekommen beziehen wir unser Lager und Michael und ich gehen noch etwas höher (5170 m). Wir haben einen super Blick auf den Mera Peak. Damit Reiner eine Chance hat uns wieder einzuholen, beschließen wir am nächsten Tag einen Ruhetag einzulegen. Am Tag danach wollen wir dann ins Hochlager des Mera Peak auf 5800 m gehen. Unser Gepäck kam heute in zwei Etappen an, die verbliebenen Träger mußten zweimal gehen. Ich hoffe, daß unsere Mannschaft für den weiteren Weg noch verstärkt wird.

Etappe: Trek bis Khare    Gehzeit: 1 + 1 Std.    Hm: rauf 200 + 270, runter 270    Schlafhöhe: 4900 m

Dienstag 9.10: Wir stehen heute etwas später auf und frühstücken gemütlich in der Sonne, denn der heutige Tag ist als Akklimatisationstag geplant. Nach dem Frühstück beschließen Michael und ich auf den gegenüberliegenden 5500'er zu steigen (genaue Höhe 5570 m). Das zieht sich dann aber kräftig hin, denn wir müssen erst mal wieder ein Stück absteigen. Lassen uns dadurch aber nicht abschrecken und gehen weiter durch den ungespurten Schnee. Da es keinen Weg gibt und der Schnee immer höher wird, eine anstrengende Arbeit. Zu guten Schluß geht es dann noch über einen Gletscher, auf dem ca. 60 cm Neuschnee liegen, zum Gipfel.

     

Der Rückweg zieht sich dann auch noch mal kräftig hin. Nach Rückkehr stellen wir die Ausrüstung für den Gipfel des Mera Peak zusammen. Reiner ist leider noch nicht gekommen.

Etappe: Besteigung Tangnag Ri    Gehzeit: 5,5 Std.    Hm: rauf  900, runter 900    Schlafhöhe: 4900 m

Mera Peak

Mittwoch 10.10: Nach dem Frühstück geht es los. Wir wollen heute über den Mera La Paß (5400 m) zum Hochlager des Mera Peak gehen. Rainer ist gestern Abend eingetroffen, aber er ist noch nicht so fit. Er wird wohl auf die Besteigung verzichten müssen. Wir starten dann gemeinsam und Michael und ich sind gleichzeitig auf Paßhöhe und warten auf den Rest. Als nach einer Stunde warten immer noch niemand aufgetaucht ist, gehen wir weiter. Je höher wir kommen, desto schwerer werden die Schritte und ich kämpfe mich Schritt für Schritt nach oben. Von unten sah der Weg nicht so schlimm aus, er zieht sich dann aber ganz schön hin. Ab und zu geben die Wolken eine Lücke frei und es bietet sich mir ein unbeschreiblicher Ausblick. Everest und Lohtse, etwas weiter der Cho Oyu, der Makalu usw. Als wir dann im Hochlager ankommen sind außer uns nur noch zwei weitere Leute da. Das sollte dann auch so bleiben, was sehr angenehm war. Der Platz ist wunderbar windgeschützt hinter einem Felsen gelegen. Das Wetter ist gut und wir stellen uns auf eine längere Warterei ein. Nach drei Stunden kommt dann endlich der Siggi, aber von unseren Sherpas mit der Ausrüstung ist weit und breit noch nichts zu sehen. Als dann der erste Sherpa sehr langsam auftaucht, gehe ich ihm entgegen und nehme ihm einen Teil ab. Wir fangen dann schon mal an die Zelte aufzubauen und Wasser zu kochen. Als der Stephan ankommt, ist er ziemlich am Ende. Er sitzt nur noch völlig aphatisch da und ist kaum ansprechbar. Wir geben ihm dann eine Menge zu trinken und hoffen, daß er sich bis zum nächsten Morgen wieder erholt. Ich schaue mir dann am Abend noch den Sonnenuntergang an, ein gigantisches Schauspiel. Die niedrigeren Berge verschwinden so langsam im Schatten und nur die 7 und 8000'er sind immer noch in der Sonne. Zu aller letzt schaut nur noch die Spitze des Mt. Everest heraus. 

         

Lange halte ich es dann draußen nicht mehr aus, denn sobald die Sonne weg ist, wird es empfindlich kalt auf dieser Höhe. Ich verschwinde also um 18:00 Uhr im Schlafsack. Ich nehme die Innenschuhe und die Getränke mit in den Schlafsack. 

Etappe: Aufstieg ins Hochlager    Gehzeit: 3,5 Std.    Hm: rauf 1000    Schlafhöhe: 5800 m

Donnerstag 11.10: Die Nacht will dann nicht aufhören. Immer wieder schaue ich auf die Uhr und es ist noch eine kleine Ewigkeit bis zum Morgen. Irgendwann kommt ein kräftiger Wind auf, der das Zelt gut durchrüttelt. Um 5:30 Uhr wird es dann endlich hell. Ich warte dann noch bis 6:00 Uhr und gehe dann aus dem Zelt. Die Sonne kommt so langsam zum Vorschein und ich motiviere den Michael ebenfalls zum Aufstehen. Ich esse dann ein Müsliriegel, nehme eine Vitamintablette und dann brechen wir auf in Richtung Gipfel. Es ist noch ziemlich kalt und der kräftige, kühle Wind der Nacht weht noch immer. Aufgrund der großen Höhe, muß ich meine Geschwindigkeit kräftig drosseln. Jeder Schritt wird zur Anstrengung. Der Körper scheint zu sagen 'geh nicht mehr weiter', aber der Verstand setzt sich darüber hinweg. Und so geht es dann Schritt für Schritt weiter nach oben. Kurz vor dem Gipfel machen wir noch einmal eine kurze Pause, denn ganz oben schaut es ziemlich windig und kalt aus. Dann endlich sind wir oben. Die Freude ist unbeschreiblich. Zum ersten Mal auf einem 6500'er. Michael und ich liegen uns in den Armen. Das Panorama stellt dann alles bisher da gewesene in den Schatten. Ich sehe fünf der sechs höchsten Berge der Welt - Mt. Everest, Lohtse, Makalu, Kangchendzönga und Cho Oyu. Außerdem noch eine Menge anderer schöner Berge, unter anderem den Baruntse, Ama Dablam und Pumori. Am Baruntse kann ich unsere geplante Aufstiegsroute sehr gut einsehen. Der Berg ist noch vollkommen unberührt und sieht nach einem harten Stück Arbeit aus. 

        

Am liebsten würde ich gar nicht mehr runter gehen, aber die Kälte hier oben zwingt uns dann doch zum Aufbruch. Der Abstieg geht dann recht zügig und wir treffen so nach und nach auf den Rest unseres Teams. Im Hochlager machen wir eine kurze Pause und bauen dann das Zelt ab. Wir gehen dann über den Mera La Paß auf die andere Seite des Passes. Der Abstieg bis zum Lager zieht sich dann aber ganz schön hin (1750 Hm). Doch im Lager angekommen, werden wir dann von unserem Koch verwöhnt. 

Etappe: Besteigung Mera Peak    Gehzeit: 6 Std.    Hm: rauf 850, runter 1830     Schlafhöhe: 4750 m

Anmarsch Basislager Baruntse

Freitag 12.10: Unsere Mannschaft will heute bis zum Basislager des Baruntse gehen, da die Verpflegung so langsam ausgeht. Das gefällt uns aber nicht so gut, denn wir haben noch genügend Zeit.  Unser Koch Seila organisiert dann noch etwas Nachschub und so können wir den weiteren Weg in Ruhe angehen. Das Tal in dem wir uns befinden ist wunderschön. Nach vorne im Blickfeld der Everest und die mächtige Südwand des Lohtse. Auf dieser Seite des Passes existiert keine Zivilisation mehr, wir sind total einsam. An unserem Lagerplatz angekommen, müssen wir dann ziemlich lang auf unsere Träger in der Kälte warten. Nicht Auszudenken, wenn wir wirklich bis zum Basislager gegangen wären.   

Etappe: Trek bis Chamlang Basislager    Gehzeit: 3,5 Std.    Hm: rauf 500, runter 200    Schlafhöhe: 5100 m

Samstag 13.10: Wecken mit dem obligatorischen Tee. Die Sonne läßt leider noch auf sich warten und es ist noch ziemlich kalt. Das Zelt ist mit einer dicken Eisschicht überzogen. Unser Ziel ist heute das Basislager des Baruntse. Am Ende des Tales biegen wir nach rechts ab und bekommen dann auch sehr schnell den Baruntse zu sehen. Mit dem Fernglas kann ich die Aufstiegsspuren zum Westcol deutlich erkennen. 

             

Das Basislager liegt dann wunderschön in einem Kessel an einem See in einer Höhe von 5470 m. Wir suchen uns einen Platz am Seeufer aus und fangen an diesen vom Schnee zu befreien. Das erweist sich auf dieser Höhe als durchaus anstrengende Arbeit. Wir helfen dann beim Aufbau der Zelte und fangen an uns für die nächsten Tage häuslich einzurichten. Auch die Küchenmannschaft ist sehr aktiv und baut das Küchenzelt zu einer wahren Kochnische aus. Beim Erkundungsgang durch das Basislager erfahre ich dann, daß vor ein paar Tagen zwei Spanier im Westcol von einer Lawine verschüttet worden sind. Außerdem ist gestern ein Franzose mit einem Höhenlungenödem ausgeflogen worden und ein weiterer scheint sich beharrlich im Lager zu halten. Unsere Träger haben inzwischen ihren Lohn bekommen und begeben sich wieder auf den Rückweg. Nur die Hauptmannschaft bleibt mit uns im Basislager.

Etappe: Trek ins Baruntse Basislager    Gehzeit: 2,5 Std.    Hm: rauf 450, runter 60     Schlafhöhe: 5470 m

Sonntag 14.10: Heute wollen wir einen Teil der Ausrüstung bis zum Depot unterhalb des Westcols bringen. Aber zuerst werden die Gebetsfahnen aufgehängt und die Götter für gutes Gelingen unserer Expedition angebetet. Nach der Zeremonie packen wir unser Zeug und gehen los. Der Weg geht zuerst über eine schneebedeckte Moräne und dann über den Gletscher. Der Ausblick auf den Baruntse wird immer spektakulärer. Allerdings kann man erkennen, daß von Lager 1 aus noch keine Spur weiter nach oben geht. Wir deponieren dann unsere Ausrüstung und machen uns wieder auf den Rückweg. Unten angekommen sehen wir, daß zwei Zelte auf Lager 2 stehen. Zwei Franzosen und ihr Sherpa haben heute bis dahin gespurt, sind aber wieder völlig erschöpft bis zum Basislager abgestiegen und wollen zwei Tage Ruhepause einlagen. Wir wollen den morgigen Tag als Ruhetag einlegen und dann versuchen im Alpinstil direkt über Lager 1 und Lager 2 den Gipfel zu erreichen. 

Etappe: Depot und zurück    Gehzeit: 3 Std. 10 Min    Hm: rauf 550, runter 550     Schlafhöhe: 5470 m

Montag 15.10: Wir lassen es heute gemütlich angehen und nach dem Frühstück mache ich eine Seeumrundung. Ich kann ein paar Franzosen sehen, die auf Lager 2 gehen, später aber wieder umdrehen. Unser Sherpa und die Sherpas der Amical-Gruppe wollen am morgigen Tag aufbrechen um den Weg zum Gipfel zu versichern. Wir sind uns da nicht so sicher, da die Aussagen unterschiedlich sind, hoffen aber das beste.

Besteigung Baruntse

Dienstag 16.10: Nach dem Frühstück steht der lange Weg zum Lager 1 auf dem Programm. Der Weg bis zu unserem Depot zieht sich dann auch wie erwartet ewig hin. Im Depot angelangt, packen wir alles benötigte ein und gehen die letzten 150 Hm in der bis zu  55° steilen Rinne an. Der Aufstieg geht ganz gut und oben angekommen ist nicht weit das Lager 1. 

               

Hier erwartet uns unser Sherpa, der eigentlich auf Lager 2 unser Zelt aufbauen sollte. Er entschuldigt sich dann mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden. Wir bauen dann zwei Zelte auf Lager 1 auf und haben noch ein weiteres für Lager 2 dabei. Michael und ich fühlen uns gut und beschließen am nächsten Tag direkt von Lager 1 einen Gipfelangriff zu starten. Die Sherpas von Amical kommen zurück und berichten, daß bis 150m vor dem Gipfel alles versichert ist. Der Rest unserer Gruppe plant folgendes Vorgehen: der Reiner will nur eine Nacht zum Akklimatisieren hier verbringen und dann wieder absteigen. Siggi und Stephan wollen am nächsten Tag auf Lager 2 gehen und da ein Zelt aufbauen und schauen wie es ihnen geht. 

Gehzeit: 4 Std.    Hm: rauf 700     Schlafhöhe: 6100 m

Mittwoch 17.10: Die Nacht ist mal wieder eine Katastrophe. An Schlaf ist kaum zu denken. In der Nacht kommt irgend wann ein kräftiger Wind auf, der immer stärker wird. Ich habe so das Gefühl, daß der Schnee irgendwo in unser Zelt geblasen wird. Es stellt sich dann aber heraus, daß das der Reif unseres Atmens ist, der sich an der Zeltinnenwand abgesetzt hat und vom Wind herunterrieselt. Der Wind wird immer schlimmer und ich hoffe nur, daß uns das Zelt nicht wegfliegt. Am Morgen schauen wir dann raus und beschließen trotz des heftigen Windes einen Versuch zu wagen. Als wir dann losgehen, ist es gut kalt. Der Sturm bläst in einer brutalen Stärke und erwischt uns voll von vorne. Wir müssen uns bei den Böen umdrehen, mit dem Rücken zum Wind, und bücken um dem standzuhalten. Dazu geht es dann noch ziemlich steil rauf. Nach kurzer Zeit habe ich eiskalte Füße und spüre die Zehen nicht mehr. Auf Lager 2 angekommen suchen wir Unterschlupf in den Zelten der Franzosen. Bei dem Sturm hat ein weitergehen auf dem Gipfelgrat keinen Sinn. Der Wind würde uns da glatt runter blasen. Wir beschließen zu warten, vielleicht läßt der Sturm ja nach. Nach 1,5 Std. hat sich noch nichts getan, im Gegenteil, der Sturm ist eher noch schlimmer geworden. Wir kehren also um und gehen zurück zum Lager 1. Im Lager treffen wir Siggi und Stephan, die wir eigentlich auf dem Weg nach Lager 2 erwartet hätten. Sie waren schon unterwegs zum Lager 2, haben dann aber wieder umgedreht, weil es mit dem Gepäck zu anstrengend war. Sie gehen wieder zurück zum BC. Ich bin schon ziemlich kaputt und überlege ebenfalls zum BC zurück zu gehen und einen Ruhetag einzulegen. Aber jetzt sind wir schon mal auf Lager 1 und beschließen dann zu bleiben und am nächsten Tag einen weiteren Versuch zu wagen. Nachdem ich mich schon häuslich eingerichtet habe, rät uns unser Sherpa ins BC zu gehen. Er meint der Sturm werde noch schlimmer und wir sollen lieber absteigen. Wir hören dann auf seinen Rat und steigen wieder ab. Im BC werden wir dann von unserem Koch wie immer mit gutem Essen verwöhnt. Michael und ich beschließen morgen erst mal einen Ruhetag einzulegen, mit der Option doch schon wieder aufzusteigen, wenn wir uns gut fühlen.  

Etappe: Gipfelversuch     Gehzeit: 5 Std.    Hm: rauf 700, runter 1150     Schlafhöhe: 5470 m

Donnerstag 18.10: Ich habe endlich mal wieder gut geschlafen. Nach dem Aufwachen denke ich über die Besteigungstaktik nach. Der Weg von Lager 1 nach Lager 2 war schon recht anstrengend. Vielleicht wäre es besser direkt auf Lager 2 zu gehen und von da aus den Gipfel zu machen. Beim Frühstück diskutieren wir darüber. Der Siggi steigt ganz aus und will keinen Versuch mehr machen, er hat gestern mit dem Berg abgeschlossen. Der Rest bevorzugt einen Gipfelversuch von Lager 1 aus, denn da muß das ganze Zeug nicht auch noch auf Lager 2 geschleppt werden. Michael und ich beschließen schon heute wieder auf Lager 1 zu steigen. Reiner und Stephan wollen einen Tag später nachkommen. Michael und ich packen dann unser Zeug und starten wieder einmal in Richtung Westcol. Ich laufe heute absichtlich langsam, um meine Kräfte für den morgigen Tag zu schonen. Ich habe etwas Bedenken wegen dem weiten Weg in dieser großen Höhe. Wir haben dann über 1100 Hm in großer Höhe zurück zu legen. Im Lager 1 angekommen habe ich mich dann auch tatsächlich nicht so sehr verausgabt. Wir richten uns dann ein und kochen kräftig Wasser für heute und den nächsten Tag. Die zwei Franzosen kommen am Abend vom Gipfelversuch zurück. Sie sind bis 200 Hm vor dem Gipfel gekommen, mußten dann aber umdrehen, weil sie sonst in die Dunkelheit gekommen wären. In der Nacht hat es dann im Zelt -18°C und draußen dürfte es mind. -30°C haben.

Gehzeit: 2 Std. 40 Min.    Hm: rauf 700     Schlafhöhe: 6100 m

Freitag 19.10: Um 3:30 Uhr ist Wecken. Ich werfe zuerst den Kocher an, damit es etwas wärmer im Zelt wird. Die Nacht war wiederum sehr bescheiden. Ich habe kaum geschlafen, obwohl diesmal kein Wind gestört hat und ich ein Zelt für mich alleine hatte. Wahrscheinlich trägt da die Aufregung ihren Teil dazu bei. Als Frühstück gibt es Müsli. Ich packe mich dann warm ein und ziehe die im Schlafsack vorgewärmten Schuhe an. Draußen bereiten sich Michael und unser Sherpa für den Gipfelaufstieg vor. Es ist eine klare Nacht mit einem gigantischen Sternenhimmel. Die Sterne sind zum anfassen nahe. Zum Anziehen der Steigeisen muß ich kurz aus den Handschuhen raus und bekomme sofort eiskalte Hände. Um 4:30 Uhr laufen wir dann mit Stirnlampe los. Der erste Hang ist gleich ziemlich steil, da ist es gut, daß man nicht sieht wie lange das so weiter geht. Wir kommen ganz gut voran und sind nach 2 Std. am Lager 2. Ich habe ziemlich kalte Füße und bin froh wenn die Sonne endlich kommt. Es ist so langsam hell geworden, aber die Sonne wird noch durch einen Berg verdeckt. Wir machen auf Lager 2 eine kurze Pause und gehen dann weiter. Nach einer weiteren halben Stunde kommt dann endlich die Sonne und es wird deutlich angenehmer. 

          

Der Aufstieg geht ziemlich steil weiter und erfordert Durchhaltevermögen. Die Anstrengung für ein paar Meter sind unglaublich. Aber ich fühle mich gut und bin fest entschlossen auf den Gipfel zu kommen. Auf 6800m erreichen wir den Gipfelgrat und haben Funkkontakt mit dem Basislager. Der Gipfelgrat ist z.T. messerscharf und mit Fixseilen versehen. Rechts und links geht es fast senkrecht 1500 m nach unten. 

      

Der Schnee ist sehr tief und locker. Von Weitem kann ich erkennen, daß das letzte Stück des Grates nicht versichert ist. Wir gehen dann weiter bis zu der Stelle an der die Versicherung aufhört. Es wird dann schnell klar, warum es da aufhört, der letzte Abschnitt ist stark überwächtet und durch den tiefen Schnee nicht absicherbar. Wir versuchen mit mehreren Firnankern einen Fixpunkt herzustellen, leider aber ohne Erfolg. Wir sind jetzt auf über 7000m Höhe und haben den Gipfel vor Augen. Das letzte Stück zum Gipfel wäre ohne Probleme machbar. An dieser Stelle ohne vernünftige Sicherung weiterzugehen würde einem Selbstmordkommando gleichkommen. 

    

Den Gipfel vor Augen müssen wir leider wieder umdrehen. Der Ausblick von dieser Stelle ist aber fantastisch. Im NO kann ich das tibetische Hochland mit eher wüstenähnlichem Charakter sehen. Im indische Teil des Himalayas kann ich den dritthöchsten Berg der Erde, den Kangzenchönga sehen. Aus der anderen Seite thront die Ama Dablam  zu dieser frühen Stunde noch wolkenlos am Horizont. Ebenfalls wunderbar ist der von uns bestiegene Mera Peak zu sehen. Direkt unter mir ist unser Basislager mit dem gegangenen Weg zu sehen. 

      

Nachdem wir die Aussicht genossen haben, machen wir uns auf den Weg nach unten. Auf Lager 2 treffen wir dann den Leiter der Amical-Gruppe, die am nächsten Tag den Gipfel angreifen wollen. Wir schildern Ihm die Umstände und wünschen viel Glück. Im Lager 1 bauen wir dann unser Zelt ab und treten den Weg ins Basislager an. Im Depot treffen wir auf die restlichen zwei Gipfelaspiranten von uns. Die gehen dann weiter zum Lager 1 und wollen morgen gehen soweit sie kommen. Der Weg ins Basis Lager zieht sich dann ziemlich lang hin. Die Füße werden so langsam müde. Im Basis Lager werden wir dann von unserem Küchenteam mit Tee empfangen. Am Abend gibt es dann wieder einmal ein tolles Essen.

Fazit: Es ist schade, daß ich den Gipfel nicht ganz erreichen konnte. Aber ich war auf über 7000m Höhe und hätte den Rest ohne Probleme geschafft. Durch den vielen Schnee, der wohl in unserer Regenphase am Anfang der Expedition gefallen ist, waren die Bedingungen einfach zu schlecht. Normalerweise ist der Gipfelgrat viel eisiger und damit besser absicherbar.

Etappe: Gipfel Baruntse    Gehzeit: 4 Std. 30 Min. bis  Umkehrpunkt, 5 Std. für Abstieg bis Basislager   Hm: rauf 1000, runter 1750     Schlafhöhe: 5470 m

Samstag 20.10: Heute werde ich durch das Geräusch eines Hubschraubers geweckt. Der Hubschrauber fliegt direkt auf unser Basislager zu. Ich erfahre später, daß er zwei Höhenkranke abgeholt hat. Da die Sonne noch nicht da ist, verziehe ich mich wieder in den Schlafsack. Ich denke über unseren Gipfelgang nach. Das Ergebnis ist immer das selbe: ohne lebensmüde zu sein kann man an der Stelle einfach nicht weitergehen. Nach dem Frühstück können wir Stephan und Reiner und die Leute von Amical beobachten. Die Leute von Amical kommen so nach und nach zurück auf Lager 2. Rainer hat ebenfalls umgedreht, Stephan ist bis ca. 6600m gegangen und hat dann ebenfalls den Rückweg eingeschlagen. Als am Abend dann der Leiter von Amical ins Basislager kommt, bestätigt er unsere Meinung, daß ein Weitergehen einfach unmöglich war und ist.

Schlafhöhe: 5470 m

Rückweg über Amphu Laptsa

Sonntag 21.10.01: Da unsere Trägermannschaft nicht mehr so groß ist, wollen sie heute schon mal einen Teil unserer Ausrüstung in Richtung Amphu-Laptsa Paß bringen. Für uns heißt es dann nach dem Frühstück alles zusammen packen, was nicht mehr unbedingt benötigt wird. Stephan liegt in seinem Zelt und ist außer Gefecht. Er hat starke Kreuzschmerzen und hofft, daß es morgen wieder besser wird. Ansonsten ist heute ein fauler Tag angesagt. Wir sitzen in der Sonne und genießen die Stimmung.

Schlafhöhe: 5470 m

Montag 22.10.01: Nach dem Wecken geht es heute gleich los mit packen, damit die Sherpas das Gepäck schon mitnehmen können. Am Frühstück kommt dann noch einmal eine Diskussion über unser weiteres Vorgehen auf. Wir haben noch genügend Zeit, um auf dem Rückweg noch das eine oder andere anzuschauen. Aber Michael und Siggi wollen nach Möglichkeit schon wieder etwas früher von Kathmandu nach Deutschland zurück fliegen. Rainer und ich würden uns aber gerne noch ein Stück den Everest-Trek bis zum Kalapathar anschauen. Wir beschließen dann einen Tag in Tengboche und einen Tag in Namche Bazar zu verbringen. Für Rainer und mich heißt das dann morgen zügig über den Pass und so weit wie möglich nach unten. Wir wollen uns dann alle in Tengboche wieder treffen. Nach dem Frühstück gehen wir dann los. Zuerst führt uns der Weg über den steinigen Gletscher, der von der Baruntse-Südwand herunter zieht. Nach dem Gletscher kommen wir an einem türkisschimmernden See vorbei, indem sich die umliegende Landschaft spiegelt. Vom heutigen Lager unterhalb des Passes, habe ich einen wunderbaren Blick auf den morgigen Weg. Dieser führt uns über einen gigantischen Terassengletscher zur Passhöhe. Nachdem unser Lager errichtet ist, schaffen die Sherpas schon mal etwas Gepäck auf den Pass. Michael will sich die Aussicht nicht entgehen lassen und hilft mit. Nach Sonnenuntergang wird es wieder sehr, sehr kalt und alles verschwindet in den Zelten. Erst zum Abendessen versammeln wir uns dann noch einmal.

Gehzeit: 3 Std. 30 Min.,    Hm: rauf 600, runter 450     Schlafhöhe: 5525 m

Dienstag 23.10: Um kurz nach Sieben werden wir heute von der Sonne wach gekizelt. Nach dem Frühstück geht es über den faszinierenden Terassengletscher zum Amphu-Laptsa Pass. Der Schnee auf dem Gletscher ist relativ hart und gut begehbar. Der Ausblick wird immer spektakulärer. Oben angekommen sehe ich in das Khumbu-Tal, mit Lohtse und Everest. Ein Teil unseres Gepäcks ist auch schon oben und die Sherpas richten sich für die waghalsige Gepäckabseilaktion ein. Die andere Seite des Passes sieht noch wilder aus als gedacht. 

         

Rainer und ich machen uns dann als Erste ans Abseilen. Es kommen immer wieder Abseilstellen, gefolgt von Querungen in Eis und Schnee. Eine ernste Angelegenheit, vor allem für die Sherpas mit dem ganzen Gepäck. Wir kommen dann zügig voran und erreichen nach 2 Std. die erste Siedlung Chukung. Da wir noch genügend Zeit haben, gehen wir weiter bis Dingpoche. Dort nisten wir uns in einer Lodge ein, die dann so nach und nach recht voll wird. Die vielen Leute sind dann doch etwas ungewohnt für uns, nach den vielen Tagen Einsamkeit. Heute könnten wir den Abend mal wieder etwas ausdehnen, da die Lodge durch einen Ofen gemütlich warm ist. Aber um 20:00 Uhr bin ich schon wieder so müde, daß ich ins Bett verschwinde.        

Etappe: Über Amphu-Laptsa bis Dingpoche    Gehzeit: 7 Std.    Hm: rauf 460, runter 1435     Schlafhöhe: 4410 m

Everest Trek zum Kalaphatar

Mittwoch 24.10: 7:00 Uhr aufstehen und frühstücken. Die Wolken von gestern Abend haben sich alle verzogen und es ist wunderschön draußen. Unser Weg führt uns über Dughla in Richtung Lobuche. Wir besuchen die Everest Gedenkstätte, auf der für jeden verstorbenen am Everest ein mehr oder weniger großer Steinmann aufgestellt ist. Ein Ort, der einem ins Grübeln kommen läßt. Nach Lobuche dann, machen wir einen Abstecher zum Italian Research Center, daß etwas abseits gelegen ist. Wir sind die einzigen Gäste und genießen die Sonne auf der Terasse. Von hier aus gehen wir dann noch eine Stunde bis nach Gorak Shep und beziehen da eine Lodge. Da wir noch genügend Zeit haben, gehen wir noch auf den Kalaphatar (5550m). Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Everest. Es hat zwar schon viele Wolken, aber der Everest schaut doch immer mal wieder raus. Dagegen halten sich der Pumo Ri und der Nuptse sehr bedeckt.  Als die Sonne dann so langsam hinter den Bergen verschwindet, wird es empfindlich kalt und wir machen uns auf den Rückweg. In der Lodge erfahren wir dann, daß vor ein paar Tagen am Pumo Ri eine Gruppe Spanier abgestürzt  und drei Personen tot waren. Wenn das Wetter morgen gut ist, wollen wir noch einmal auf den Kalaphatar gehen.

Etappe: bis Gorakshep    Gehzeit: 5,5 Std.    Hm: rauf 1400     Schlafhöhe: 5180 m

Donnerstag 25.10: Heute Nacht habe ich zum ersten Mal die Key-Stocksche Atmung life mit erlebt. Der Reiner schnaufte ein paar Mal kurz und heftig und danach mehrere Sekunden gar nicht mehr und das in regelmäßigem Intervall. Ich wache schon vor 7:00 Uhr auf und der Reiner sagt mir dann, daß er nicht mehr mit auf den Gipfel kommt. Ich ziehe mich dann an und gehe alleine los. Es ist ein wunderschöner Morgen und es sind schon einige Leute unterwegs. Dank meiner guten Höhenanpassung komme ich ziemlich schnell voran. Die Sonne verbirgt sich noch hinter dem Nuptse. Der Ausblick auf den Everest wird immer besser und auch der Pumo Ri auf der gegenüberliegenden Seite ist wunderbar zu sehen. Der Weg durch den unteren Teil des Gletscherbruchs sieht nicht gerade einfach aus. 

        

Beim Blick zurück ins Tal sehe ich die Wolken, die unten hängen. Die Sonne kommt jetzt so langsam hinter dem Nuptse hervor, ein unglaubliches Schauspiel. Der Grat des Nuptse fängt so richtig zu leuchten an. Ich genieße die Stimmung und als die Sonne dann hinter dem Nuptse hervor gekommen ist, mache ich mich wieder auf den Rückweg. Ich bin dann ziemlich schnell wieder unten und gehe mit Reiner zum Frühstücken. Wir machen uns dann auf den Rückweg, denn wir wollen ja den Rest unserer Truppe in Pengboche wieder treffen. Ziemlich schnell kommen wir dann in die von oben gesehenen Wolken und haben leider keine Sicht mehr. Der Weg im Tal unten bis Periche zieht sich dann ewig hin. Wir haben immer den Ort vor Augen und scheinen ihm kaum näher zu kommen. Nach der wohlverdienten Mittagspause geht es wieder etwas interessanter weiter bis nach Pengboche, das wir nach einer Stunde erreichen. Am Ortseingang treffen wir dann den Michael und kurz danach den Rest. Ich erfahre dann, daß ein Teil der Ausrüstung von Stephan beim Abseilen am Amphu Laptsa beschädigt worden ist. Das Gepäck wurde inzwischen auf Yaks verladen und ist noch nicht da, trifft aber dann ein. 

Etappe: Kalaphatar bis Pengboche    Gehzeit: 7,5 Std.    Hm: rauf 450, runter 1450     Schlafhöhe: 4100 m

Rückweg nach Kathmandu

Freitag 26.10: Die heutige Etappe soll bis nach Namche Bazar gehen. Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Ort, denn sowohl in der Literatur, als auch in Erzählungen kommt er immer wieder vor. Der Weg dorthin ist dann sehr kurzweilig. Der Ort liegt dann wie in einem Amphitheater am Hang. Von oben wunderschön anzuschauen. 

     

Die Suche nach einer Unterkunft erweist sich dann als gar nicht so einfach, denn es sind eine Menge Leute hier. Beim Dorfbummel werden wir dann erschlagen von dem reichhaltigen Angebot. Es gibt eine Menge Geschäfte, eine deutsche Bäckerei und sogar eine Kneipe hier. In dieser finden wir uns dann alle am Abend wieder.

Etappe: nach Namche Bazar    Gehzeit: 5 Std.    Hm: rauf 450, runter 1000     Schlafhöhe: 3440 m

Samstag 27.10: Der heutige Tag steht zur freien Verfügung in Namche. Samstags ist immer Markttag und deshalb besonders interessant. Da kommen die tibetischen Händler den mühsamen Weg von Tibet und versuchen ihre Waren zu verkaufen. Besonders begehrt ist dabei das tibetische Salz, denn in Nepal gibt es so gut wie kein Vorkommen. Es ist schon ein Erlebnis, die Menschen und das bunte Treiben auf dem Markt zu beobachten. Am Abend ist dann ein kurzer Kneipengang angesagt, aber da wir morgen wieder früh raus müssen, bleibt es bei wirklich kurz.

Schlafhöhe: 3440 m

Sonntag 28.10: 6:30 Wecken, Frühstücken und Abmarsch in Richtung Lukla. Da wir jetzt auf dem Haupttrek ins Everest-Gebiet sind, begegnen uns eine Menge Leute. Mir wird so richtig bewußt, wie schön es auf der anderen Seite des Passes war. Die Berge verschwinden so langsam auch und es wird immer flacher. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen hält sich der Spaß heute in Grenzen und ich bin froh, als wir in Lukla ankommen. Da heute unser letzter Tag mit der Mannschaft ist, gibt es am Abend ein besonderes Essen, Hühnchen mit Reis und Dalbat. Zum Nachtisch einen Kuchen mit Kerzen und Beschriftung. Nach dem Essen gibt es dann noch nepalesischen Gesang und Tanz. Es ist immer wieder erstaunlich, wie fröhlich die Menschen hier trotz ihrem harten Leben sind.

Etappe: nach Lukla    Gehzeit: 5 Std.    Hm: rauf 630, runter 1000     Schlafhöhe: 2840 m

Montag 29.10: Die Nacht war etwas unruhig, denn der Stephan mußte noch einen kranken Träger behandeln. Wir stehen um 6:00 Uhr auf, denn wir sollen um 7:30 Uhr am Flughafen sein. Der Stephan schaut dann noch einmal nach seinem Patient und will dann nachkommen. Als wir ihn am Flughafen wieder treffen, teilt er uns die traurige Nachricht mit, daß der Träger gestorben ist. Nicht sehr schön zum Abschluß. Unser Flug klappt dann problemlos und Kathmandu hat uns wieder. Der Rest des Tages steht noch ein wenig Bummeln auf dem Programm.

Abschluß in Kathmandu

Dienstag 30.10: Nach den Frühstück haben wir einen Termin mit Elisabeth Hurley, die den Verlauf unserer Baruntse-Besteigung wissen will. Reiner, Stephan und Michael hat es nun zum Schluß doch noch erwischt, sie haben Magen- und Darmprobleme und halten sich fast nur noch im Bett auf. Ich schaue mir heute Thamel an und fahre dann noch einmal zu der großen Stupa nach Boudanath. Der Ort ist einfach wunderschön, die farbigen Gebetsfahnen, die im Wind wehen und das Rattern der Gebetsmühlen. Ich kann mich nur sehr schwer wieder losreißen. Aber es hilft alles nichts, denn nun heißt es Siggi und Michael zu verabschieden, die heute schon zurück fliegen werden.     

Mittwoch 31.10: Reiner und Stephan sind immer noch nicht fit. Unser Plan, heute nach Bakthapur zu fahren, fällt somit ins Wasser. Ich besichtige statt dessen Pathan, auch eine der drei Königsstätte. Die gut erhaltenen Tempel sind wunderschön. Ich fahre dann noch zum botanischen Garten, der etwas außerhalb gelegen ist. Schon die Fahrt über Land bis dahin ist ein Erlebnis. Ich fahre mit einem Minibus von der Größe eins VW-Bus, der erst startet als wirklich der letzte Raum ausgefüllt ist. Insgesamt zähle ich dann 24 Leute. Die Leute auf den Feldern haben keinerlei maschinelle Unterstützung. Die Arbeit läuft ab, wie bei uns vor ca. 60 Jahren. Zurück im Hotel, geht es dem Reiner und dem Stephan wieder etwas besser und wir verabreden uns zum Essen und hoffen morgen Bakthapur zusammen besichtigen zu können.

Donnerstag 1.11: Heute sieht es gut aus, Reiner und ich fahren nach Bakthapur. Bakthapur ist die dritte der Königsstätte und etwas außerhalb gelegen. Es gibt unter anderem den größten Tempel in Nepal zu sehen, der fünf Dächer besitzt. Außerdem schauen wir uns noch das Museum an, in dem ziemliche alte Bilder ausgestellt sind. Zurück in Kathmandu gehen wir noch ein letztes Mal gemeinsam zum Essen, denn morgen werde auch ich mich verabschieden.  

Freitag 2.11: Ich tätige noch ein paar Einkäufe, Gelegenheiten dazu gibt es ja genügend, und genieße noch einmal das hektische Treiben der Stadt. Nun neigt sich das Abenteuer so langsam dem Ende entgegen. Abends werde ich zum Flughafen gebracht und lande nach einem langen aber ruhigen Flug wieder in München.

Fazit 

Aus meiner Sicht war die Expedition erfolgreich, auch wenn uns der Gipfelerfolg am Baruntse versagt blieb. Ich habe eine Menge hoher Berge bestiegen, war auf über 7000m Höhe und habe meine ersten Erfahrungen im Höhenbergsteigen und in Nepal gemacht. Besonders Interessant war die Erfahrung in Höhen unterwegs zu sein, in denen man selbst auf flachen Steigungen - trotz bester Kondition - nach Atem ringt und langsam wird. Land und Leute gefallen mir sehr gut und sind jederzeit wieder einen Besuch wert. Und die Landschaft - einfach der Wahnsinn.